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„B 38a allererste Maßnahme“

„B 38a allererste Maßnahme“
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Bensheim. „Kummer kümmert sich“, hat sich der SPD-Landratskandidat Gerald Kummer auf die Fahnen geschrieben. Mit diesem Slogan tritt er an, um am 22. März den nicht mehr kandidierenden Landrat Matthias Wilkes zu beerben und die drei Mitbewerber um das Amt des Kreischefs, Christian Engelhardt (CDU), Dr. Birgit Reinemund (FDP) und Dirk Hennrich (Die Linke), in der Wählergunst hinter sich zu lassen.

In einem Flyer mit dem Titel „Damit auch 2015 ein gutes Jahr für die Bergstraße wird“, der an alle Haushalte im Kreis verteilt wird, verspricht der 56-Jährige alles dafür zu tun, damit das Land Hessen die Finanzausstattung der Städte, Gemeinden und des Kreises so verbessert, dass nicht länger den Bürgern vor Ort in die Taschen gegriffen wird und weiter Grundsteuern und Gebühren erhöht werden. Auch liegen ihm vernünftige Verkehrskonzepte, Einkaufsmöglichkeiten vor Ort und eine gute ärztliche Versorgung dabei ebenso am Herzen wie der Erhalt und die weitere Verbesserung der Lebensqualität für Jung und Alt.

Beim gestrigen Jahrespressegespräch der Bergsträßer Sozialdemokraten in Bensheim, das fast ausschließlich auf den SPD-Landratskandidaten abgestimmt war, ging der frühere Riedstädter Bürgermeister und heutige hessische Landtagsabgeordnete auf die Themen ein, die ihn besonders berühren. Im Beisein der Bergsträßer SPD-Unterbezirksvorsitzenden und parlamentarischen Staatsekretärin im Bundestag, Christine Lamprecht, den beiden SPD-Landtagsabgeordneten Karin Hartmann und Norbert Schmitt sowie wie dem SPD-Fraktionssprecher im Bergsträßer Kreistag, Josef Fiedler, sagte Kummer in edler Selbsteinschätzung und „ohne dass es überheblich klingen soll: Ich habe nicht nur die meisten, sondern auch die besten Erfahrungen im Bereich Kommunalpolitik durch mein 20-jähriges kommunales Hauptamt.“

Darüber hinaus wolle er die Interessen des Kreises Bergstraße gegenüber der Landesregierung am entschiedensten, am kämpferischsten und damit ebenfalls am besten vertreten, ohne Nibelungentreue und ohne Rücksicht auf parteipolitische Opportunitäten in Wiesbaden. „Außerdem bin ich der Kandidat, der die Sprache der Menschen spricht und der am nähesten an den Menschen ist. Kummer kümmert sich.“

Was ihn bei den maroden Finanzen bewegt, ist, dass öffentliche Einrichtungen geschlossen und Standards gesenkt werden müssen und damit die Infrastruktur verfalle. Gerne werde argumentiert, so Kummer, dass es unverantwortlich sei, kommenden Generationen Schulden zu hinterlassen. Der SPD-Landratskandidat wörtlich: „Bei dieser verkürzten Sicht wird gern unterschlagen, dass den Ausgaben ein kommunales Vermögen gegenübersteht. Ich frage mich vielmehr, ob es generationsgerecht und nachhaltig ist, Kindern und Enkeln eine marode Infrastruktur zu hinterlassen.“

Bildung Hauptschwerpunkt

Einen Hauptschwerpunkt seiner künftigen Landratsarbeit sieht er in dem Themenbereich „Bildung“. Dabei nennt er die Punkte Schulsozialarbeit, die er forcieren möchte, den Erhalt der Grundschulstandorte, den Pakt am Nachmittag und die Schul- und Gebäudewirtschaft.

Zum Thema Verkehr nennt Kummer die B-38a-Umgehung als allererste Maßnahme. Dies müsse Chefsache sein. Es sei nicht nachvollziehbar, dass die Bürger gerade bei der B-38a-Umgehung seit 1995 hingehalten würden und bis heute auf die Verwirklichung warteten. Genauso liege ihm die Umsetzung der B-47-Umgehung im Rosengarten am Herzen, genauso dürfe die ICE-Neubaustrecke die Bürger des Kreises nicht belasten. Den öffentlichen Personennahverkehr will Kummer vorantreiben mit einer eigenständigen kommunalen Nahverkehrsgesellschaft, die den Dialog mit den Städten und Gemeinden und den Verkehrsverbünden suche.

Und schließlich sagt er zum Thema Ländlicher Raum: „Gerade im Odenwald gibt es in Versorgungsfragen drängende Probleme, auf die wir in unserem Flächenkreis achten müssen.“ Es könne nicht sein, dass ein und derselbe Anbieter beispielsweise einen neuen Markt in Fürth eröffne und den anderen in Lindenfels schließe. „Wie sichern wir Einkaufsmöglichkeiten vor Ort?“, stelle Kummer die rhetorische Frage. Hier gebe es Modelle, deren Förderung von einem Landrat aktiv unterstützt werden müssten.

Weiter müssten Anreize geschaffen werden, so ein weiteres Thema der Grundversorgung, wie man Mediziner auf das Land bringen könne. Auf die Frage, ob unter seiner Amtsführung der Terminus „Nibelungenland“ zu den Akten gelegt werde, antwortete Kummer, mit dem Nibelungenland könne man in anderen Bundesländern nicht werben. „Nibelungenland“ sei nicht die Dachmarke, um Menschen anzulocken, hier ihren Urlaub zu verbringen. (Aus der Odenwälder Zeitung vom 17.1./Bild: Funck)


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